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Die heilsamen Kräfte der Küchenkräuter Petersilie, Dill & Schnittlauch



Neulich beim Einkaufen, als ich meinen Einkaufswagen mit drei frischen Bündeln Petersilie, Dill und Schnittlauch bereicherte, ging mir durch den Kopf, dass ich bereits so vielen wunderbaren Pflanzen, die ich hier und da in Gebrauch zur Prophylaxe oder zum Heilen von Wehwehchen ein Porträt gewidmet habe, aber nicht den leckeren Küchenkräutern, die ich fast alltäglich in irgendeiner Form meinen Speisen zufüge. «Das ist gemein!», dachte ich und so möchte ich mit diesem Beitrag mein schlechtes Gewissen erleichtern und ein wenig über die wohlriechenden-,schmeckenden- und tuenden Küchenkräuter Petersilie, Dill und Schnittlauch berichten.


Hier wird jetzt kaum jemand sagen: «Von diesen Pflanzen habe ich noch nie gehört.» Sie sind in der Küche fast überall auf diesem schönen Planeten gegenwärtig. Es gibt so viele Möglichkeiten Speisen aller Art mit ihnen zu verfeinern, zu dekorieren oder sogar als Hauptzutat, wie zum Beispiel in einem leckeren Kräuterquark zu verwenden. Da hat wohl jeder seine Weise und seine Vorlieben. Hier soll es nun hauptsächlich um die heilsamen Kräfte dieser drei Pflanzen gehen und auch darum, dass sie im häufigen Gebrauch durchaus vorbeugende und gesundheitsfördernde- und erhaltende Eigenschaften besitzen.



«Hier ein Mü und da eine Prise,

frisch gezupft, hinein in das Gemüse.


Schnittlauch, Petersilie, Dill und so weiter,

sind der Mahlzeit beste Begleiter»


Ist mir gerade so eingefallen...

Maren Kunst; März `26








Petersilie - Petroselinum crispum/sativum



Die Heimat der Petersilie ist die Gegend rund ums Mittelmeer. Natürlich kommt sie in

Marokko, Algerien, Tunesien, Albanien und Jordanien vor. Nach Spanien, Portugal, die Balearen, Italien, Slowenien, Kroatien, Dänemark und Schweden gelangte sie vermutlich durch fahrende Händler und Geistliche. Mittlerweile jedoch ist sie fast überall in gemäßigten Gebieten zuhause und genießt weltweit eine große Fangemeinde. Ob in einem Töpfchen auf dem Balkon, im Beet vor dem Haus, im Schrebergarten oder als Anbaupflanze in der Landwirtschaft, die Petersilie ist fast bei jedermann bekannt oder sogar beliebt, als hübsche und gesunde Dekoration von Speisen oder sogar als direkte Zutat, zum Beispiel in einem köstlichen Kräuterquark oder als Salat.

Doch was viele nicht wissen, ist, dass Petersilie bereits seit Jahrtausenden gute Dienste zum Wohle der Gesundheit leistet.




Der Mensch, den ich als meinen geistigen Mentor betrachte, Pedanius Dioscurides, verwendete im 1. Jahrhundert nach der Zeitenwende Petersilie unter anderem gegen Nieren- und Blasenbeschwerden, Blähungen und als menstruationsförderndes Mittel. So schrieb er in seiner De Materia Medica über die Petersilie:


...Es hat einen Samen wie Ammi (Große Knorpelmöhre; Anm. d. A.), aber wohlriechender, scharf und aromatisch, welcher den Harn und die Menstruation befördert; er ist aber im Trank genommen auch ein gutes Mittel gegen Aufblähen des Magens und Kolons und gegen Leibschneiden, ebenso gegen Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.Auch wird er den harntreibenden Mitteln zugesetzt.


In Mitteleuropa wurde erst im Mittelalter die Pflanze zunächst als Heilkraut in Klöstern angebaut und daraufhin auch in der Küche eingesetzt.

Paracelsus, Matthiolus und Lonicerus nennen sie:


harn- und steintreibend

blähungs-, verdauungs- und menstruationsfördernd

geburtsbeschleunigend

gedächtnissteigernd

blutreinigend

hautglättend


Nicholas Culpeper schreibt im 17. Jahrhundert in seinem Werk «The complete herbal» folgendes über die Petersilie:


HERRSCHAFT UND TUGENDEN: Sie steht unter der Herrschaft des Merkur; ist

sehr wohltuend für den Magen; fördert den Harnfluss und die Menstruation, löst Blähungen sowohl im Magen als auch im Darm, und wirkt leicht abführend, die Wurzel jedoch in viel stärkerem Maße. Sie löst Verstopfungen sowohl der Leber als auch der Milz und gilt daher als eine der fünf abführenden Wurzeln. ...Der Samen ist wirksam zur Förderung des Urins und der Menstruation, zur Ausleitung von Blähungen, zur Zersetzung von Steinen und zur Linderung der damit verbundenen Schmerzen und Qualen. Sie wirkt auch gegen das Gift jeglicher giftiger Tiere und gegen die Gefahr, die denen droht, die an Lethargie leiden, und ist ebenso gut gegen Husten. Das destillierte Wasser der Petersilie ist ein bekanntes Heilmittel bei Ammen, das sieihren Kindern geben, wenn diese unter Blähungen im Magen oder Bauch leiden, was sie „Frets“ nennen; und es ist auch sehr nützlich für die, die schon in fortgeschrittenem Alter sind. Die Blätter der Petersilie, auf die Augen gelegt, die durch Hitze entzündet oder geschwollen sind, helfen ihnen sehr. Wenn sie mit Brot oder Mehl verwendet und in Butter gebraten und auf die Brüste von Frauen aufgelegt wird, die durch das Gerinnen ihrer Milch hart sind,lindert sie die Verhärtung schnell; und sie beseitigt auch blaue Flecken und Prellungen, die von Stürzen oder Schlägen stammen.


Die Pflanze spielte im magisch-therapeutischen Denken der germanischen und romanischen Länder von jeher eine große Rolle. Der Spruch:


«Petersilie hilft dem Manne aufs Pferd, den Frauen unter die Erd!», 


meint wohl ihre aphrodisierende und abortive Wirkung. Um eine Verwechslung mit der giftigen, aber ähnlich aussehenden Hundspetersilie zu vermeiden, wurden Sorten mit krausen Blättern gezüchtet. Im 19. Jahrhundert war auch die Bezeichnung «Parselkraut» gebräuchlich.


Zu Heilzwecken werden wegen der Wirkstoffkonzentration vorwiegend die Samen oder die Wurzel verwendet. Petersilie kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Als Rohpflanze besticht sie mit ihrem beachtlichen Vitamin C Gehalt.



PetersilienTee

Für einen Petersilie-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Petersiliensamen oder Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.


Die Heilwirkung der Petersilie bei:


Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfung

Blasen-Entzündungen, Blasensteinen, Nierensteinen

Menstruationsstörungen

Wechseljahrbeschwerden

Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Frühjahrsmüdigkeit

Appetitlosigkeit

Bluthochdruck

Gicht und Rheuma


Petersilie wirkt:


harntreibend

krampflösend

menstruationsfördernd

Nachgeburt austreibend

schleimlösend

tonisierend

Wehen fördernd


Die Inhaltsstoffe der Petersilie

Laubblätter und Wurzeln besitzen die gleichen Inhaltsstoffe:

Ätherischen Öle (Myristicin, Limonen, Apiol und p-Menthatrien) Mono- und Sesquiterpene 

Vitamine: Schon eine Portion Petersilie von 4 Gramm enthält rund 5 % des Tagesbedarfs an Vitamin C (160 mg/100 Gramm) und fast den Gesamtbedarf an Vitamin K. Vitamin A und B9

Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß

Fettsäuren:Petroselinsäure




Dill - Anethum graveolens



Dill oder Gurkenkraut ist eine Pflanzenart der Gattung Anethum innerhalb der Familie der Doldenblütler. Der Dill ist ursprünglich in Vorderasien verbreitet und kommt natürlich wachsend in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Spanien, Portugal, Madeira, Kroatien, Bulgarien, Zypern, im Gebiet von Israel und Jordanien und in der Türkei vor. Heute jedoch wird der würzige Dill fast weltweit angebaut und kultiviert

Es ist fast nicht erwähnenswert aber sein Synonym als Gurkenkraut weißt schon auf seine besondere Liaison mit der Gurke hin. Ob nun als frische Abrundung, Salat oder zum Einmachen von Gewürzgurken, die beiden passen einfach hervorragend zusammen.


Auch in der Heilkunde ist der aromatische Dill kein unbeschriebenes Blatt. Er hat, ähnlich wie sein Bruder, der Fenchel, zahlreiche Heilfähigkeiten. Besonders hervorzuheben ist seine milchfördernde Eigenschaft. Außerdem lindert er die Blähungen, insbesondere bei Säuglingen.


Verwendet werden in der Heilkunde hauptsächlich die Blätter und die Samen.


Die Heilwirkung von Dill bei:

Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Blähungen

Gebärmutterkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Verhärtungen der Mutterbrust

Geschwüre

Hämorrhoiden

Schlafstörungen

Mundgeruch (Kauen der Samen)


Dill wirkt:

entkrampfend

beruhigend

milchfördernd

blähungstreibend, entblähend

verdauungsanregend

progesteronfördernd (wichtig im Menstruationszyklus)


Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Dill:

100 g getrocknetes Dillkraut enthält neben Wasser, Protein, Fett, Kohlenhydrate und Rohfaser und Ätherische Öle mit Carvon als Hauptbestandteil, Limonen und Dillapiol; den typischen Geruch geben Phellandren und Dilläther

Kalium, Calcium mit und Natrium

Cumarine und Kaffeesäure-Derivate



Dill als Heilmittel

Dillsamen kann man als Tee oder in Wein gekocht gegen Blähungen, Magenkrämpfe und zur Milchförderung einsetzen.

Als milder Tee hilft der Tee auch gegen Blähungen bei Babies, ähnlich wie der Fenchel.

Wenn man das Kraut als Sitzbad benutzt, hilft es gegen Krämpfe der Gebärmutter, beispielsweise bei schmerzhafter Menstruation.

Äußerlich als warme Kompresse in Olivenöl hilft Dill gegen Geschwüre.



Verwendung von Dill als Arzneipflanze in der Medizingeschichte

Dill wird im Papyrus Ebers gegen Kopfweh und zur Erweichung der Blutgefäße empfohlen.

Schon vor Hippokrates galt er als stuhlerweichend und uterusreinigend.

Nach Dioskurides (siehe weiter unten) hilft er bei Bauchweh, Erbrechen und Blähungen, treibt Harn und Milchsekretion, soll auf Dauer aber der Sehkraft schaden. Im Mittelalter fanden die Dillsamen und das aus ihnen gewonnene Dillöl medizinische Anwendung.

Hildegard von Bingen verordnete das Kraut bei Lungenaffektionen, äußerlich bei Nasenbluten.

Paracelsus gab es als Diuretikum bzw. das Öl der Samen als Karminativum, Stomachikum, Galaktogogum, bei Erbrechen, Mundgeruch, Sinusitis, Hämorrhoiden und Kondylomen (Feigwarzen).

Mattioli empfiehlt ihn als Dampfbad bei Uterusschmerzen, bei Genitalgeschwüren und Nabelbrüchen.

Dill wurde laut Madaus früher viel in Apotheken umgesetzt gegen Erbrechen, Schluckauf und Unterbauchkrämpfe.

Die Volksmedizin behielt auch die Nutzung zur Schlaf- und Milchanregung und bei Blähungen von Kindern. Im Volksglauben vertrieb er Dämonen und sollte der Braut zur Herrschaft in der Ehe verhelfen: «Ich habe Senf und Dille, Mann, wenn ich rede, schweigst du stille.»

Auch als wirksames Mittel gegen Beschreien und Berufen wurde das Kraut im Volke hochgeschätzt: «Baldrian, Dost und Dill, da kann die Hex nicht wie sie will.»


Aus der «De Materia Medica» von Pedanius Dioscurides

Anethum graveolens (Umbell iferae) - Dill

Das Speiseanethon [Einige nennen es Polgidas, Andere Aniketon, die Propheten Same des Hundsaffen, ebenso Haare des Hundsaffen, auch Same des Merkur, die Ägypter Arachu, die Römer Anethum, die Afrikaner Sikkiria, die Dakier Polpum];

Die Abkochung der trockenen Dolde und der Frucht befördert als Trank die Milchabsonderung, lindert Leibschneiden und Blähungen, reinigt den Bauch und stillt leichtes Erbrechen, treibt den Harn und beruhigt den Schlucken, bei anhaltendem

Genuß aber schwächt sie das Gesicht und unterdrückt die Zeugungskraft. Von Nutzen ist seine Abkochung als Sitzbad für hysterische Frauen. Der gebrannte Same als Umschlag vertreibt Geschwülste (Kondylome) am After.


Aus «The complete herbal» von Nicholas Culpeper

HERRSCHAFT UND TUGENDEN:

Merkur steht im Zeichen dieser Pflanze, und daher stärkt sie zweifellos das Gehirn. Wenn Dill gekocht und getrunken wird, hilft er gut gegen Schwellungen und Schmerzen; außerdem beugt er Blähungen im Bauch und Magen vor. Der Sud hilft daher Frauen, die unter Schmerzenund Blähungen der Gebärmutter leiden, wenn sie darin sitzen. Er stillt den Schluckauf, wenn er in Wein gekocht wird, und schon allein der Geruch, wenn er in ein Tuch gewickelt wird. Der Samen ist nützlicher als die Blätter und wirksamer bei der Verdauung von rohen und schädlichen Körpersäften; er wird in Arzneimitteln verwendet, die dazu dienen, Blähungen und die daraus resultierenden Schmerzen zu vertreiben. Der Sud aus Dill, sei es Kraut oder Samen (nur wenn man den Samen kocht, muss man ihn zerkleinern), in Weißwein, getrunken, ist ein hervorragendes Mittel zur Blähungsausleitung und zur Auslösung der Menstruation.




Schnittlauch - Allium schoenoprasum



Schnittlauch, auch Graslauch, Binsenlauch, Jakobszwiebel oder Schnittling genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch Allium. Schnittlauch wird als Gewürz verwendet und ist eine häufig vorkommende Kulturpflanze.


Beim Schnittlauch ist es wie bei dem Knoblauch. Die einen lieben ihn, die anderen mögen ihn nicht so sehr. Das ist sogar literarisch belegt:


«Ein Mann, der eines Nachmittags müde nach Hause kam, hätte gern ein Stück Butterbrot mit Schnittlauch darauf gegessen.» (Johann Peter Hebel)

«Deine Verehrung (...) vor Eierkuchen mit Schnittlauch theil´ ich heut´ nicht» (Karl Gutzkow).

«Was ich gerne hab im Bauch, ist das schöne Schnittlauch!» (Maren Kunst)


Schnittlauch hat seinen festen Platz in einigen traditionellen Gerichten, wie etwa der Hamburger Aalsuppe und der Frankfurter Grünen Soße. In der Gegend von Frankfurt wird heute noch besonders viel Schnittlauch – sogar auf ganzen Feldern – angebaut. In Frankreich gehört Schnittlauch sogar zu Ragouts und Muscheln.



Geschichtliches zum Schnittlauch

In der Medizingeschichte ist Schnittlauch im frühen Altertum scheinbar nicht erwähnt. Jedenfalls habe ich keine Erwähnung als Heilpflanze bei den alten Ärzten gefunden. Dioscurides kannte es offenbar und erwähnt es als Vergleich im botanischen Äußeren einer anderen Pflanze, aber als Heildroge beschreibt er es nicht.

Das Schnittlauch ist scheinbar wie so einige andere Pflanzen über fahrende Händler und Mönche im frühen Mittelalter aus Italien in das nördliche Europa gelangt. Nicht unwesentlich hat zu seiner Verbreitung die im Capitulare de villis von Karl dem Großen ausgesprochene Empfehlung beigetragen. Dort ist es unter Nr 59 als Anbau-pflichtige Pflanze aufgelistet.

Zudem galt den Menschen im Mittelalter der Schnittlauch als Medizin für Jugend und Schönheit, was nicht ganz falsch sein kann, wenn man weiß, dass den Zwiebeln allgemein eine verjüngende Wirkung zugeschrieben wird. In der Volksmedizin wird Schnittlauch als Mittel gegen Wurmbefall genutzt.


Heutige Bedeutung und Verwendung

Schnittlauch ist heute als Küchenkraut in Verwendung, das in Ermangelung eines Gartens auch auf der Fensterbank gezogen werden kann. Da sich beim Trocknen das Aroma verliert, wird Schnittlauch meistens frisch verwendet. Gefriergetrocknet ist er auch noch sehr aromatisch. Er passt aller bestens zu Kartoffeln, Eiern und Omelette. Blätter und Zwiebeln dienen auch zum Garnieren und Würzen von Suppen, Salaten, Weichkäse, Quark, Kräuterbutter und Soßen wie Remoulade.



Schnittlauch als Heilpflanze

Schnittlauch enthält Knoblauchöl, allerdings nicht in der Menge wie beim Knoblauch selbst, weswegen er zwar milder schmeckt aber dennoch immer als solcher in Erscheinung tritt. Ernährungsphysiologisch bedeutsam ist der Vitamin C-Gehalt von 40 – 60 mg pro 100g des frischen Krauts, vor allem im Frühjahr, weil er zeitig nach dem Winter treibt und das erste frische Grün liefert.


Die Heilwirkung des Schnittlauchs bei:

Appetitlosigkeit

Bluthochdruck

Blähungen

Darmentzündung, Magenentzündung

Frühjahrsmüdigkeit

Gicht

Husten


Schnittlauch wirkt:

blutreinigend

harntreibend

schleimlösend


Die wichtigsten Inhaltstoffe des Schnittlauches:

Ätherische Öle: Thiamin, Riboflavin und Niacin

Vitamin C (beachtliche 58 mg pro 100g), sowie Vitamin B6, A, E und K

Kalium

Magnesium

Eisen

Kalzium

Folsäure



Aus «The complete herbal» von Nicholas Culpeper

HERRSCHAFT UND TUGENDEN: Ich gestehe, ich hätte diese nicht hinzugefügt, wäre da nicht ein Landedelmann gewesen, der mir in einem Brief versicherte, dass ich unter anderen Kräutern diese ausgelassen hatte; sie sind in der Tat eine Art Lauch, scharf und trocken im vierten Grad, wie sie sind, und stehen somit unter der Herrschaft des Mars; Wenn man sie roh isst (ich meine nicht roh im Gegensatz zu gebraten oder gekocht, sondern roh im Gegensatz zu chemischer Zubereitung),senden sie sehr schädliche Dämpfe zum Gehirn, verursachen unruhigen Schlaf und beeinträchtigen das Sehvermögen; doch aus ihnen, durch die Kunst des Alchemisten zubereitet, lässt sich ein ausgezeichnetes Heilmittel gegen Harnverhalt herstellen.

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